Bemerkenswert

Handschlagqualität

…und feste Blicke:

Das Wort Handschlagsqualität wird vom Rechtschreibprogramm rot unterstrichen. Profis sollten dieses Wort Ihrem Wortschatz hinzufügen.

kuhhandelJunge Menschen kennen diesen Begriff auch häufig nicht mehr. Daher hier die Erklärung dazu. Früher gab es den Vertrag nach münsterländer Manier, den sog. Handschlagsvertrag. Waren zwei Händler auf dem Markt handelseinig, gaben sie sich die Hand und der Vertrag war geschlossen. Dadurch, dass es sich um wiederkehrende Abhandlungen handelte, brauchte es so kein Papier, wenn ein Bauer seine Kuh verkauft hat o.ä.. Hat einer dieses Geschäft über Jahre betrieben und nie jemanden übers Ohr gehauen, veräppelt oder um sein Geld gebracht, war er des Standes würdig. Ein solcher Händler zeichnet sich dann aus durch seine Handschlagsqualität und durch den festen Blick, der die Handschläge mit einer Sicherheit untermauert, die es in der heutigen Zeit fast nicht mehr zu geben scheint.

Deswegen sagen wir von der Manager Gewerkschaft: „Handschlagsqualität und feste Blicke statt Sternchentexte und Kleingedrucktes!“

…denn ein Vertrag ist nur so gut, wie die Parteien, die sich „vertragen“ wollen.

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positive Nachricht

Das Deutsche Institut für Wirtschaft in Köln hat 2017 bekannt gegeben, dass die Mittelschicht stabil bleibt. Das Abrutschen in prekäre Lebenssituationen spielt sich also in den unteren Schichten ab. Die gehobenen Positionen haben ebenfalls Bestand.

Frage: Wer sorgt denn dafür? Und wo muss investiert werden?

Tabelle Deutsche Revisionsstiftung,  Stand: 29.3.2018

Buchempfehlungen

Die Pharma Lüge

Die Pharmaindustrie: durch und durch korrupt. Die Medizin: kaputt

Wie Arzneimittelkonzerne Ärzte irreführen und Patienten schädigen

Kein Arzt weiß genau, was er verschreibt. Kein Patient kennt sämtliche Nebenwirkungen seines Medikaments. Der Grund: Die Pharmaindustrie legt die eigenen Studien nicht offen – und die Zulassungsbehörden schützen die Konzerne dabei. Ben Goldacres Analyse einer kaputten Medizin, einer durch und durch korrupten Industrie ist messerscharf und bei allem kritischen Furor spannend und unterhaltsam.
»So stellt sich der Laie den medizinischen Fortschritt vor: Pharmaforscher testen neue Wirkstoffe in unabhängigen Studien, und Zulassungsbehörden legen hohe Maßstäbe an, ehe sie eine neue Arznei auf den Markt lassen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: ›Die Medizin ist kaputt‹, sagt der britische Arzt und Bestsellerautor Ben Goldacre in seinem Buch ›Bad Pharma‹ über das 600 Milliarden Dollar schwere Geschäft der Pillenindustrie. Ebenso fachkundig wie detailliert beschreibt er, wie Pharmaindustrie und Wissenschaftler negative Studienergebnisse verschweigen oder manipulieren, klinische Studien in Entwicklungsländern durchführen und das Verschreibungsverhalten der Ärzte beeinflussen. Goldacre liefert keine Verschwörungstheorien, sondern Kapitel für Kapitel anspruchsvolle Beweisführung.« (Der Spiegel über die englische Originalausgabe)

»Goldacres Analyse der Unzulänglichkeiten klinischer Studien ist niederschmetternd. Jeder, der sich für das Pharmageschäft interessiert, sollte das Buch lesen.« Financial Times

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch (15. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462045776
  • ISBN-13: 978-3462045772

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Alt aber immer noch brandaktuell:

Maßlose Abfindungen für Top-Manager, Bilanzmanipulationen und Insidergeschäfte auf der einen Seite, Massenentlassungen, Umweltkatastrophen und betrogene Kleinaktionäre auf der anderen Seite: Was wir jetzt brauchen, ist eine Ethik für die Wirtschaft. Nach den Skandalen der letzten Zeit wird der Ruf nach der ethischen Verantwortung der Unternehmen immer lauter. Doch können sie es sich überhaupt leisten, moralisch zu handeln, wenn sie gleichzeitig Gewinn erzielen wollen? Für global agierende Unternehmen ist die Lage noch schwieriger: An welchen Werten sollen sie sich orientieren? Gibt es Mo moralische Standards, die für jeden Teil der Welt, für jede Kultur gelten? Und wer legt diese fest: Die Unternehmen selbst? Die Kirchen / Religionen? Der Staat? Drei renommierte Autoren diskutieren diese hochbrisanten Fragen und kommen zu überraschenden Ergebnissen: Unternehmen, die sich an moralische Standards halten, tun nicht nur etwas für Ihr Renommee, sondern haben davon auch ganz handfeste finanzielle Vorteile. Ein Plädoyer für eine menschliche Wirtschaft.


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